Dunkelgrüne Wildgänse

Wildgänse_kulturgutVermutlich bin ich einfach zu kritisch. Oder zu anspruchsvoll. Aber ich kann mir nicht helfen: Der Inhalt von „Der Schrei der Wildgänse“ mag an vielen Stellen bahnbrechend, herausfordernd und gut sein – aber der Schreibstil ist eine kleine Katastrophe! Oder sagen wir es so: Der Sprache und des Spannungsbogens wegen habe ich bei dem Buch ganz sicher nicht tapfer bis zum Ende durchgehalten… Und teilweise fand ich die Dialoge einfach wahnsinnig platt. Kennt jemand von Euch das Buch? Was haltet Ihr davon? (Eine Leseprobe nebst Anhang „Weshalb ich nicht mehr „in die Kirche gehe““ gibt es hier.)

DarkyGreen_kulturgutÄhnlichwie bei den Wildgänsen ist es mir kürzlich mit „Darky Green“ von Adrian Plass gegangen. Ein Thriller, der (meiner Ansicht nach) erst auf Seite 169 (!) anfängt, einigermaßen spannend zu werden, verdient meiner Meinung nach diesen Titel nicht. Mag sein, dass es auch in „Darky Green“ um zentrale Themen (wie etwa die Frage danach, warum Menschen einander hassen und Gewalt ausüben) geht und interessante Inhalte vermittelt werden sollen. Aber auch hier habe ich beim Lesen keine rechte Leidenschaft entwickeln können. Und obwohl ich z.B. „Die Hütte“ echt gut finde, hat mich auch da der Stil nicht gerade vom Hocker gerissen.

Was sagt mir das jetzt? Dass es unmöglich ist, eine spannende Geschichte, einen ansprechenden Schreibstil und eine „gute Aussage“ unter einen Hut zu bringen? Wollen diese Autoren einfach zu viel? Sind sie zu „christlich bemüht“?

Oder es liegt einfach doch an mir… 😉