U2: "No line on the horizon"

u2_nloth_band_kleinIm Laden gibt’s das neue U2-Album „No line on the horizon“ erst ab Freitag (27.2.), aber auf last.fm kann man sich das Ganze jetzt schon im Stream anhören. Und das mache ich gerade natürlich pausenlos… 😉

„Die meist gehasste Lieblingsband der Welt ist zurück“, schreibt Andreas Borcholte auf Spiegel-Online. Passende Forumlierung – zum Einen, weil es neben glühenden Fans (so wie mir) eben auch genug U2-Hasser gibt. Falls hier jemand zu Letzteren gehört, dann am besten gar nicht weiterlesen… 😉 Denn zum Anderen passt die Formulierung auch deshalb, weil U2 wirklich zurück sind – und meiner Meinung nach besser als je zuvor!

Ich tue mich immer schwer damit, Musik zu beschreiben bzw. zu formulieren, warum ich ein bestimmtes Stück mag oder nicht… Deshalb wird das hier auch ganz sicher keine ausgewiesene CD-Besprechung werden. Ich bin mir sicher, dass ich selbst noch viele Dinge an dem Album erst im Lauf der Zeit entdecken werde. Und am meisten hilft schließlich immer noch, sich das Album einfach selbst mal anzuhören.  U2: "No line on the horizon" weiterlesen

Akademische Konferenz über U2

So sehr mich die ganze Sache auch interessieren würde – hinfliegen werd‘ ich wohl kaum zu „U2: The Hype and the Feedback. A conference exploring the music, work and influence of U2“ in New York.  Ist einfach ein bisschen weit weg… Naja, und außerdem: U2 sollte man HÖREN… Oder bin ich jetzt nur beleidigt, weil ich bei der Konferenz nicht dabei sein kann? 😉 Interessant klingen die Titel von manchen der eingereichten Arbeiten ja schon:

  • „Bono Versus Nick Cave on Jesus“‚
  • „The Quest for the Musical Jesus: Finding Jesus in the Music of U2“
  • „The Saints Are Coming: Songs of Social Transformation in The Songs of U2.“

Was haltet Ihr davon?

Horizonterweiterungen

Der „Rolling Stone“ beschäftigt sich in seiner Online-Ausgabe schon mal ein bisschen mit der neuen U2-CD, die ja im März erscheinen wird. Zu hören gibt es – logischerweise – noch nichts, aber immerhin werden mögliche Tracks beschrieben: „U2 Break Down ‚No Line on the Horizon‘„.

16.1.2009: Hier noch ein paar weitere Details über NLOTH von u2tour.de. Und ein Kommentar von Neil McCormick, der u.a. schreibt: „So what can I tell you without infringing copyright? It took two listens to find my way into it, which has to be good a thing.“ Genau. So läuft das nämlich – und am Ende kann man gar nicht aufhören, die CD zu hören… 😉

Nachfolge mit U2

Zeitgenössische „säkulare“ Musik geistlich nutzen? So wie die „Temple Lutheran Church“ in Havertown (USA) im Herbst 2007 könnte man es zum Beispiel machen:Pursuing God with U2“ (youtube-Video). Ist leider nur ein Clip, der zu dieser „Spiritual Formation Series“ einlädt, und auf der Seite der Gemeinde ist auch nichts mehr dazu zu finden – ich fände es halt äußerst interessant zu wissen, was genau sie inhaltlich gemacht haben. Aber wie auch immer: Der Ansatz gefällt mir!

Mr. Bell und meine Lieblingsband

„Ich erinnere mich daran, als ich das erste Mal tiefe Ehrfurcht vor Gott empfand. Ich war zum ersten Mal im Leben gefangen von etwas, das so gewaltig und liebevoll war, so transzendent und so… wahr. Etwas, von dem ich sicher war, dass es vertrauenswürdig war. Speziell erinnere ich mich, dass ich dachte, das Universum sei sicher, trotz all der schrecklichen tragischen Ereignisse auf der Welt. Ich erinnere mich, dass ich von dem Wort wahr überwältigt war. Unter dieser Überschrift ist das ganze Leben irgendwie… gut… und ich war sechzehn und bei einem U2-Konzert. Die Joshua-Tree-Tournee. Als sie mit dem Lied „Where the streets have no name“ anfingen, dachte ich, ich müsste vor Glück auf der Stelle zerspringen. Das war echt. Darum ging es. Was immer es war, ich wollte mehr davon. So etwas hatte ich noch nie zuvor empfunden.“ (Rob Bell: Jesus unplugged. (Seite 67))

Ich weiß: Auf Dauer könnte es nerven, wenn ich immer wieder von U2 anfange… 😉 Aber dieses Mal ist Rob Bell dafür verantwortlich! Auf das o.g. Zitat bin ich eher durch Zufall gestoßen, als ich in „Jesus unplugged“ blätterte. Mich fasziniert, was er schreibt, weil es genau das beschreibt, was ich manchmal empfinde – bei „Where the streets have no name“ ganz sicher, aber auch – wenn auch in abgeschwächter Form – z.B. wenn ich am Meer bin. Oder wenn ich ein besonders gelungenes Stück Literatur lese. Wenn mich ein Film fasziniert. Oder manchmal sogar, wenn ich meine (meist etwas griesgrämige) Katze Prima beobachte… 😉

Theologie in 3D

U23D heißt er, der aktuelle Konzertfilm von U2. Gesehen habe ich ihn noch nicht – Was sich allerdings bald ändern wird! – aber eben las ich einen Artikel bei theooze.com, den ich sehr interessant finde: The Concise Theology of U23D von Darrell Hugueley, Jr. Der Autor beschreibt darin seine Begeisterung für diesen Film und die Theologie, die darin vermittelt wird. Zwei markante Aussagen aus dem Artikel:

„I have argued with some friends afterwards (I saw the film twice) that the song playlist is an outline for a mobilizing theology for Christians. It is a call to action and involvement and compassion, as well as a treatise for effectively and actively engaging the world around us in a winsome and meaningful way, and also one of the best sermons I have ever wanted to dance to.“

„While there are those who would disagree, the theater I was in became a sanctuary, and I worshiped God in this quirky temple with my funny-looking glasses and my bucket of popcorn. I have heard hardly a better sermon and certainly not been brought to the Throne through contemplation and song any better than going to see this film. Amen and amen again.“

Ich stimme der Meinung des Autors über die theologischen Aussagen der genannten U2-Songs nicht unbedingt immer zu. Aber den Ansatz, mal in dieser Art an ein Konzert ranzugehen, finde ich klasse!