Aktuelle Lektüre: Everyday Theology

Gerade lese ich (unter anderem, denn irgendwie finden sich immer gleich mehrere Bücher auf meinem Nachttisch, Schreibtisch oder sonstigen Buchablagen 😉 ) das Buch „Everyday Theology. How to read cultural texts and interpret trends“ (Baker Academic), herausgegeben von dem amerikanischen Theologen Kevin J. Vanhoozer.

Darin geht es um eine Methode, mit deren Hilfe man kulturelle Phänomene analysieren kann. Oder anders gesagt: Um kulturelle Exegese. Dies erläutert Vanhoozer im ersten Kapitel des Buches. Die weiteren Kapitel wurden von seinen Studenten geschrieben. Sie wenden die Methode auf verschiedene Bereiche des täglichen Lebens an – z.B.: Welche (geistlichen) Wahrheiten kann uns die Warteschlange an der Supermarktkasse zeigen? („The Gospel according to Safeway: The Checkout Line and the Good Life“).

Gerade das erste Kapitel – sozuagen Herzstück des ganzen Buches – hat es in sich. Ganz so „everyday“ (also für den Laien verständlich und anwendbar) ist es nicht, auch wenn man die englische Sprache gut beherrscht. Denn selbst dann sind einem Begriffe wie „illocution“ oder „perlocution“ nicht unbedingt geläufig – es sei denn, man hatte während seines Studiums oder wann auch immer mal mit Linguistik und Sprechakttheorie zu tun… 😉

Dennoch: Bücher dieser Art faszinieren mich immer sehr und ich bin gespannt auf die weiteren Kapitel! Mehr dazu folgt…

Theologie in 3D

U23D heißt er, der aktuelle Konzertfilm von U2. Gesehen habe ich ihn noch nicht – Was sich allerdings bald ändern wird! – aber eben las ich einen Artikel bei theooze.com, den ich sehr interessant finde: The Concise Theology of U23D von Darrell Hugueley, Jr. Der Autor beschreibt darin seine Begeisterung für diesen Film und die Theologie, die darin vermittelt wird. Zwei markante Aussagen aus dem Artikel:

„I have argued with some friends afterwards (I saw the film twice) that the song playlist is an outline for a mobilizing theology for Christians. It is a call to action and involvement and compassion, as well as a treatise for effectively and actively engaging the world around us in a winsome and meaningful way, and also one of the best sermons I have ever wanted to dance to.“

„While there are those who would disagree, the theater I was in became a sanctuary, and I worshiped God in this quirky temple with my funny-looking glasses and my bucket of popcorn. I have heard hardly a better sermon and certainly not been brought to the Throne through contemplation and song any better than going to see this film. Amen and amen again.“

Ich stimme der Meinung des Autors über die theologischen Aussagen der genannten U2-Songs nicht unbedingt immer zu. Aber den Ansatz, mal in dieser Art an ein Konzert ranzugehen, finde ich klasse!