Wir brauchen christliche Schlagermusik! Oder?

Nein, ich hätte niemals gedacht, dass ich hier mal was über Florian Silbereisen schreiben würde. Aber jetzt ist es so weit!

Drauf gebracht hat mich Rudolf Westerheide vom Jugendverband EC. Laut idea bedauert er es nämlich, dass es keine christliche Schlager- und Volksmusik gibt. Und zwar aus folgendem Grund:

„Millionen Menschen, von denen wir sagen, sie könnten keine fünf Minuten einer Predigt folgen, sind es gewohnt, sich im Schlager lang und breit Geschichten und Weisheiten aus dem Leben anzuhören.“

Und wer eben z.B. bei Florian Silbereisen genau hinhört, entdeckt dort eindeutige Zeilen wie:

„Ich glaub‘ an Gott, ich glaub‘ daran, ich bin ein Teil von seinem Plan… Ich glaub‘ an Gott, ich bet‘ zu ihm. Er hat mir schon so oft verziehn.“

Ich bin da gerade ein bisschen ratlos. Auf der einen Seite finde ich so gut wie alles, was ich an Schlager- und Volksmusik kenne (und das ist Einiges, schließlich bin ich mit WDR4 aufgewachsen! 😉 ), peinlich, textlich flach, musikalisch daneben und einfach alles Andere als hörenswert. Und wenn ich mal einen Blick in Musikantenstadl & Co. riskiert habe, haben sich mir die Fußnägel aufgerollt.

Andererseits stimmt es, dass eine Menge Leute solche Musik hören. Und wenn da mal was Gescheites über Gott gesagt wird, ist das natürlich gut. Aber reicht es nicht, wenn Herr Silbereisen das macht? Oder müssen wir jetzt dafür sorgen, ein paar „richtige Christen“ in den Musikantenstadl zu bringen? Parallel eine christliche Schlager- und Volksmusikszene aufziehen? Ich bin immer skeptisch, wenn es darum geht, eine christliche Kopie einer säkular erfolgreichen Sache zu erstellen. Und ich glaube, christliche Schlagermusik fände ich schlichtweg peinlich. So.

Was meint Ihr denn, all Ihr Schlagerfans da draußen? 😉