Ich will nicht auf die Welle aus Amerika warten!

Während meiner USA-Reise Mitte November habe ich einige Streifzüge durch Buchläden gemacht. Was mir aufgefallen ist: „Glaube & Kultur“ ist in der amerikanischen Buchlandschaft ein großes Thema! Logischerweise ist mir das vor allem in christlichen Buchläden aufgefallen, aber selbst in der säkularen Szene wird ein Buch wie „Culture Making“ von Andy Crouch durchaus gewürdigt.

Mir ist schon klar, dass Amerika ein anderes Pflaster ist als Deutschland. Mehr (evangelikale) Christen, eine ganz anders geprägte Kultur und ein viel größerer Markt für derartige Bücher. Und ich will auch nicht sagen, dass alles, was aus Amerika kommt, ungeprüft übernommen und vorbehaltlos angewandt werden kann und soll.

Trotzdem finde ich bemerkenswert, dass sich in den USA offenbar eine ganze Reihe von Autoren Gedanken darüber machen, wie Christentum und Kultur zusammenpassen. Diese Welle wird vermutlich irgendwann ganz automatisch nach Deutschland überschwappen. Was sicher nicht unbedingt schlecht ist. Noch besser wäre aber, wenn dieses Thema schon vorher in Deutschland angegangen würde.

Manche Ansätze davon sind zum Glück schon zu sehen. Aber größtenteils scheint eher die Sichtweise „Christus (ist) gegen Kultur“ vorzuherrschen (ganz, ganz frei nach H. Richard Niebuhr, dessen Buch „Christ and Culture“ ich wohl dringend mal lesen sollte, auch wenn es von 1951 ist… 😉 ).

Ich jedenfalls will nicht auf die Welle aus Amerika warten!