"Ich gönne mir das Wort Gott"

Wer’s akademisch mag: „Ich gönne mir das Wort Gott“ – Renaissance des Religiösen in der Gegenwartsliteratur?“ von Prof. Dr. Georg Langenhorst (Universität Augsburg) ist ein interessanter Essay zum Thema „Religion und Gegenwartsliteratur“. Er schreibt zum Beispiel:  

„Eine differenzierte Auseinandersetzung mit Religion, dem Christentum oder der Gottesfrage steht also nicht mehr zwangsläufig für Rückständigkeit oder überkommenen Traditionalismus, wie dies von breiten Teilen der Kulturschaffenden lange Zeit gesehen wurde.“

Gleichwohl betont Langenhorst, von einer „Renaissance des Religiösen“ zu reden, sei schlichtweg unverantwortbar, weil es eine breite Tendenz nicht gibt.  Religion sei sicher nicht das Thema der Gegenwartsliteratur, habe aber wieder ihren Platz in der Fülle der behandelten Themen gefunden.

Von den Beispielen, die Langenhorst nennt, kenne ich nur sehr wenige, muss ich gestehen. Einzig „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn hab‘ auch ich im Bücherregal. Der religiöse Bezug ist mir da an allen Ecken und Enden aufgefallen – wie könnte es auch anders sein, wenn man selbst ebenfalls im katholischen Rheinland aufgewachsen ist?

Kennt Ihr noch andere Beispiele?