Erzähl' mir 'ne Geschichte!

In seinen Büchern „Friedenskind“ und „Ewigkeit in ihren Herzen“ beschreibt der Missionar und Autor Don Richardson das Prinzip der sogenannten „Erlösenden Vergleiche“. Damit ist gemeint, dass es in jeder Kultur einen Brauch oder eine Denkweise gibt, die dabei helfen kann, das Evangelium anschaulich zu machen.

Natürlich ist diese Idee nicht neu. Jesus hat dieses Prinzip ständig angewendet, indem er Geschichten erzählte: „Das Reich Gottes ist wie…“. Diese Gleichnisse sind uns oft so vertraut, dass wir übersehen, wie revolutionär dieser Ansatz von Jesus eigentlich war und vor allem: Wie viel wir davon lernen können. 
 

Solche Analogien zu verwenden, ist Bestandteil der Kontextualisierung – sprich: Das Evangelium auf eine Weise zu präsentieren, die genau auf die jeweilige Zielgruppe (und ihren Kontext) abgestimmt ist. Gerade in der heutigen Zeit, in der immer weniger Menschen christliche Inhalte kennen, besteht eine große Chance darin, Geschichten und Allegorien zu verwenden.

 

Im deutschsprachigen Raum findet man dieses Prinzip z.B. auf www.filmperspektiven.de. Aber wo noch?! Wer hat Ideen?

Kultur will erlöst werden

Quelle: photocase„Kultur ist böse – halten wir uns lieber davon fern!“ Ein bisschen plakativ formuliert ist das zwar, aber: Im Wesentlichen sind viele Christen doch von genau diesem Gedanken geprägt, oder nicht? Irgendwo muss es doch schließlich eine klare Trennlinie zwischen sakral und säkular geben – wie soll man sonst wissen, ob man (noch) auf der richtigen Seite steht? Oder?!

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Gastbeitrag: "Ich will Deine Vergebung nicht!"

Neulich stieß ich auf einen Vampir-Film mit einem interessanten inhaltlichen Verlauf:

Der Ober-Vampir sollte die Absolution – also die Vergebung seiner Sünden – bekommen, um seine Seele zu retten und gleichzeitig andere vor ihm zu schützen. Der Vampir-Jäger, ein Priester, sagt: „Deine Seele wird Gott bekommen. Ich vergebe Dir Deine Sünden!“ Doch der Vampir antwortet: „Ich will Deine Vergebung nicht!“

Sehr menschlich reagiert: Lieber den Fluch in Kauf nehmen, statt erlöst zu werden; lieber alte Verhaltensmuster, statt sich zu ändern. Ich dachte daran, dass Viele die Vergebung von Jesus in den Wind schlagen…

Martin Mandt