Ich versteh die Welt!

Mein Schreibtisch vermeldet zwei Neuzugänge:

Letzteres habe ich mir mal als Erstes vorgeknöpft. Da heißt es dann so schön & ein bisschen verschwurbelt auf der Rückseite:

Das Buch »Die Welt verstehen« möchte Gemeinden und Kirchen helfen, den Blick nach außen zu wenden, um ihren gesellschaftsrelevanten Auftrag neu zu entdecken. Die Methode der Kontextanalyse hilft, diesen Auftrag neu wahrzunehmen und umzusetzen und ist daher eine wertvolle und praktische Sehhilfe für die Gemeinde. Mit der Analyse des eigenen Potenzials beginnt eine spannende Reise von Milieukarten über Aktionsforschungen bis zu geistlichen Stadtteilbegehungen. Dabei werden viele praktische Anregungen und Hilfestellungen, Tools und Kopiervorlagen für die eigene Umsetzung gegeben, die es ermöglichen, den eigenen Stadtteil Schritt für Schritt besser kennenzulernen.

Und der letzte Satz ist genau der Punkt:  Es geht vor allem um PRAXIS! Und es geht darum, die eigene Umgebung / die Umgebung der Gemeinde zu entdecken. Raus aus dem Gemeindehaus! Schon mal einen Gebetsspaziergang im Stadtviertel der Gemeinde gemacht? Oder eine strukturierte Stadtteilbegehung? Mal über die Geschichte der eigenen Gemeinde und ihre Beziehungsgeflechte innerhalb der Stadt nachgedacht? Und damit fängt’s ja erst an… Wer “Die Welt verstehen” liest, kriegt echt was zu tun! ;-)

GT-Magazin

Kleiner Hinweis auf ein Magazin des Francke-Verlags mit dem Schwerpunkt „Gesellschaftstransformation“. Es beinhaltet je einen Artikel über ein Praxisprojekt und eine Forschungsarbeit des gleichnamigen Studienprogramms, ein Interview mit Johannes Reimer zum Thema „Multikultureller Gemeindebau“, einen Auszug aus einem Vortrag von René Padilla, Buchauszüge, Buchrezis, etc.

Die Printversion davon gibt’s übrigens beim 5. Marburger Studientag Gesellschafstransformation am kommenden Samstag. 😉

Künstler gesucht!

inno2012 – Innovationsforum für die Kirche von morgen“ ist genau das – ein Forum für innovative Christen, christliche Projekte und Querdenker in Gemeinden und Landeskirchen. Und weil’s so innovativ ist, werden Künstler gesucht! Wer malt, fotografiert, dichtet oder sonstwie gestaltet (alles außer „Krach“) ist herzlich eingeladen, sich für die Kulturmeile anzumelden. Weitere Infos siehe Brief von Tobias Faix.

inno 2012“ findet am 24. und 25. Januar 2012 in Stuttgart statt.

Lebt der Erlöser im Staub oder darüber?

Hab‘ mich gestern gestoßen, und zwar an einer Zeile in einem Anbetungslied. Nämlich:

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt
Ich weiß, dass er hoch oben steht
Hoch über all dem Staub der Welt
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt

Es mag haarspalterisch erscheinen, aber ich bin nun mal so detailversessen. Also: Ich finde die Aussage, dass Jesus „hoch über all dem Staub der Welt“ ist, nicht ganz richtig. Ist es nicht vor allem so, dass Jesus mittendrin im Staub der Welt ist? Tröstlicher bzw. mutmachender wäre das allemal. Wenn Jesus nur irgendwo im Himmel weit weg von uns ist, können wir doch gleich einpacken.

Ich habe für jeden Tag der Woche ein Kleid. Dieses.

Auf die Idee muss man erst mal kommen: Ein Jahr lang hat SZ-Redakteurin Meike Winnemuth immer das gleiche Kleid getragen – tagein, tagaus. In einem Artikel für das SZ-Magazin blickt sie zurück: Was hat das alles eigentlich gebracht?! Wer wissen will, wie man ein Jahr mit nur einem (Oberbe)Kleidungsstück auskommt, findet hier wertvolle Tipps. 😉 (Die Webseite zur Aktion: www.daskleineblaue.de)

Interessant ist außerdem ihr Fazit:

Und welche tollen Erkenntnisse hat das Ganze jetzt gebracht?
Einige. Erstens: Kleider machen keine Leute. Ich habe mich nicht besser und nicht schlechter gefühlt als sonst. Zweitens: Es schert keinen, was man trägt. Wirklich keinen. Eine ungemein befreiende Einsicht. Drittens: Eine Woche Urlaub mit Handgepäck – kein Problem.

Man sollte es glatt mal selbst ausprobieren… Ich vermute, dass ich zumindest bei Punkt 2 zum gleichen Ergebnis kommen würde. Aber: Ich ein ganzes Jahr in ’nem Kleid? Hm… Bei Punkt 1 bin ich nicht sicher, ob das stimmt. Ich fühle mich in Jeans und T-Shirt jedenfalls wohler als in den meisten anderen Sachen. Kleidung kann also zum Wohlbefinden beitragen, finde ich. Allerdings hängen und liegen viele Kleidungsstücke ziemlich nutzlos in meinem Schrank herum, weil ich mich meist doch auf die gleichen Klamotten besinne.  Und das, behaupte ich mal, ist bei den meisten Menschen Frauen so.

Das schreit doch förmlich nach einer Klamottentauschparty (so wie hier: klamottentausch.net). Bloß: Macht da jemand mit?