Erst die Anderen. Dann ich.

Es war einmal eine „Sterntaler„-Kassette, die fristete gut und gerne 25 Jahre lang völlig ungehört ihr Dasein in einem Kassettenköfferchen. Bis sie schließlich zunächst bei meinen Neffen und jetzt auch bei meinem ältesten Sohn Gehör fand. Und so unweigerlich auch bei mir. Was fällt mir denn dazu ein?

a) Der Erzähler klingt wie Oliver Kahn. Er kann es nicht sein, ich weiß, aber es irritiert maßlos!

b) Die Geschichte ist – in meinen Ohren – grottenschlecht gesprochen. Oder hat man das vor 30, 40 Jahren einfach ganz anders gemacht und ich bin das nicht mehr gewöhnt?!

c) „Sterntaler“ ist – und das hatte ich schon noch so in Erinnerung – eine wirklich krasse Geschichte, wie unsereins heutzutage sagen würde. Wobei mir die Moral von der Geschicht‘ überhaupt nicht mehr geläufig war. Bei Wikipedia steht das so:

Vielfach wird dieses Märchen der Brüder Grimm als Allegorie eines vorbildlichen christlichen Menschen verstanden, der barmherzig und großzügig an bedürftige Menschen von dem Seinen gibt, auch wenn er selber „am Ende“ dabei scheinbar „nichts“ mehr hat. […] Sterntaler erzählt von einem Mädchen, das zuerst auf sein Umfeld schaut, erst dann auf die eigenen Bedürfnisse.

Und da gibt mir diese alte Kassette – so sehr mich der Kahn-Imitator und die schlechten Sprecher auch ablenken – mit diesem uralten Märchen aktuell wirklich sehr zu denken. Danke, liebe Brüder Grimm!

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