Nina Hagen: Bekenntnisse

Kürzlich hab‘ ich endlich „Bekenntnisse“ von Nina Hagen gelesen. (Lag hier ja nun wirklich schon lange genug ‚rum…)

In weiten Teilen strunzfromm! Könnte unsereins sich glatt ’ne Scheibe von abschneiden. Komme trotzdem nicht klar mit der Art, wie sie sich in der Öffentlichkeit gibt. Ist das so ähnlich wie bei Alice Cooper, der ja sagt, seine Shows seien eben nur Entertainment?

Oder bin ich vielleicht einfach zu spießig und engstirnig, um in einem durchgeknallten Punk (Sorry, Nina!) (etwas von) Gott zu sehen?

Ein Gedanke zu „Nina Hagen: Bekenntnisse“

  1. Hi Ilona,

    ich glaube, Künstler sind einfach Künstler. Und zum Künstlersein gehört einfach ein bestimmtes Maß an Exzentrik und Wahnsinn. Viele haben es nur ein wenig, aber guck dir die großen Künstler an, die unsere Welt prägen und geprägt haben. Die waren alle zu einem guten Maß verrückt, schillernd, unangepasst, anders, aus der Masse herausstechend. Das eine gehört zum anderen. Du kannst auch kein Adler sein ohne Flügel. Wenn du die Flügel stutzt, bist du kein richtiger Adler. Wenn du einen ordentlichen Adler bewundern willst, musst du die Flügel kam Paket akzeptieren, auch wenn dich Flügel unheimlich stören.

    Ok, das Bild ist nicht opti, aber vielleicht wird klar, was ich sagen will… 🙂 Die eine Seite des Künstlerdaseins ist die herausragende Kunst, die bahnbrechende Kreativität, die Schaffenskraft. Aber die andere Seite geht eigentlich immer damit einher: Zerbruch, Schwäche, Extravaganz. Das eine ist ohne das andere selten zu haben. Warum auch immer.

    LG,
    Rolf

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