Konsumtempeldienst

Kleines Fundstück aus „The Divine Commodity“ von Skye Jethani:
When I have a terrible need of — shall I say the word — religion, then I go out and paint the stars. (Vincent van Gogh)
Empfehlenswert in diesem Zusammenhang: Ein Blogbeitrag von Toby Faix, der zwei Gemälde – „Sternennacht“ von van Gogh und „Starry Night Urban Sprawl“ von Ron English – miteinander vergleicht.
Der amerikanische Künstler Ron English nahm vor einigen Jahren das Motiv von “Sternennacht” auf und veränderte es stark. Zwar ist das Grundmotiv weiter zu erkennen, aber das Bild wurde verändert, es wurde zu: “Starry Night Urban Sprawl”. Die Einheit wird zerstört, die Häuser verschwinden und werden durch Konsumgüter ersetzt und mit ihnen verschwindet auch das Licht. Das Licht in der Kirche ist nicht mehr das Licht Gottes, sondern ein strahlendes weißes Licht der Konsumgesellschaft: McDonald hat übernommen. Die Konsumgesellschaft ist an der Macht und frisst ihre Kinder. Die Ausbreitung und die Machtübernahme ist nicht mehr zu stoppen – Gott hat verloren, es herrscht eine neue Religion, der Konsum.
Natürlich ein gefundenes Fressen für einen Blog wie diesen. Und ganz meine Meinung… Natürlich hat Gott nicht verloren – so korrekt theologisch betrachtet. Aber dass Konsum die / eine neue Religion ist, finde ich offensichtlich. Und denke das z.B. oft, wenn ich in großen Einkaufszentren – man möchte sagen: Einkaufstempeln – bin.
Toby schreibt dann weiter:
Unsere Konsumgesellschaft hat längt die Macht übernommen und sich auch in das religiöse Leben eingeschlichen. Was leuchtet noch aus unseren Kirchen? Was aus unseren Häusern? Nach welchen Maßstäben leben wir? Beurteilen wir unsere Gottesdienste? Unser geistliches Leben? Sind wir nicht zu einer christliche Subkultur verkommen, statt eine Kontrastgesellschaft zu leben?
Und was meint Ihr so?

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