Kunst hilft der Anbetung (Webb-Interview eingedeutscht)

So, hier mal eine schnell dahingeschriebene Übersetzung des Interviewschnipsels (siehe letztes Posting). Man kann das sicher besser machen, aber für die Zwecke dieses Blogs möge es reichen. 😉

Here we go:

Ich muss gestehen, dass für mich – obwohl ich selbst Musiker bin – die Musik der Teil des Gottesdienstes ist, der mir am wenigsten gefällt. Sie gibt mir einfach nichts. Das liegt nicht an der Musik oder an der Gemeinde. Das ist mein Problem, und zwar eins, das mich sehr beschäftigt – und ich bin wahrscheinlich nicht der Einzige, dem es so geht. Die Musik bringt mich nicht wirklich weiter. Vielleicht liegt es daran, dass Anbetung eigentlich sehr geheimnisvoll – mystisch – ist, wir aber eine ganz spezielle Sprache verwenden, um den geistlichen Moment zu beschreiben, den wir gerade erleben. Ich glaube, dass das eine tolle Sache sein kann. Das ist z.B. das Tolle an den alten Chorälen. Oder auch an modernen Anbetungsliedern. Oder an einer festen Liturgie und dem Glaubensbekenntnis. Denn manchmal kommt man in die Gemeinde und fühlt und glaubt rein gar nichts.

[…]

Trotzdem finde ich, dass wir mit unseren voll durchgeplanten Anbetungsgottesdiensten – manche Gemeinden gehen da ganz minutiös vor – etwas verpassen. Ich habe nichts gegen Effizienz. Aber wäre es nicht eine Bereicherung und ein Zeichen der Vielfalt innerhalb der Gemeinde, ein paar unstrukturierte, abstrakte Momente einzubauen? Die Kirche hat schon so lange und auf so vielfältige Art und Weise von dieser Form der Kunst profitiert – sei es Musik, Glasmalerei, Architektur. Die Kunst kann eine große, vielleicht einzigartige Rolle dabei spielen, verborgene geistliche Wahrheiten zu kommunizieren.

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