Ich habe für jeden Tag der Woche ein Kleid. Dieses.

Auf die Idee muss man erst mal kommen: Ein Jahr lang hat SZ-Redakteurin Meike Winnemuth immer das gleiche Kleid getragen – tagein, tagaus. In einem Artikel für das SZ-Magazin blickt sie zurück: Was hat das alles eigentlich gebracht?! Wer wissen will, wie man ein Jahr mit nur einem (Oberbe)Kleidungsstück auskommt, findet hier wertvolle Tipps. 😉 (Die Webseite zur Aktion: www.daskleineblaue.de)

Interessant ist außerdem ihr Fazit:

Und welche tollen Erkenntnisse hat das Ganze jetzt gebracht?
Einige. Erstens: Kleider machen keine Leute. Ich habe mich nicht besser und nicht schlechter gefühlt als sonst. Zweitens: Es schert keinen, was man trägt. Wirklich keinen. Eine ungemein befreiende Einsicht. Drittens: Eine Woche Urlaub mit Handgepäck – kein Problem.

Man sollte es glatt mal selbst ausprobieren… Ich vermute, dass ich zumindest bei Punkt 2 zum gleichen Ergebnis kommen würde. Aber: Ich ein ganzes Jahr in ’nem Kleid? Hm… Bei Punkt 1 bin ich nicht sicher, ob das stimmt. Ich fühle mich in Jeans und T-Shirt jedenfalls wohler als in den meisten anderen Sachen. Kleidung kann also zum Wohlbefinden beitragen, finde ich. Allerdings hängen und liegen viele Kleidungsstücke ziemlich nutzlos in meinem Schrank herum, weil ich mich meist doch auf die gleichen Klamotten besinne.  Und das, behaupte ich mal, ist bei den meisten Menschen Frauen so.

Das schreit doch förmlich nach einer Klamottentauschparty (so wie hier: klamottentausch.net). Bloß: Macht da jemand mit?

Ein Gedanke zu „Ich habe für jeden Tag der Woche ein Kleid. Dieses.“

  1. „Bei Punkt 1 bin ich nicht sicher, ob das stimmt. Ich fühle mich in Jeans und T-Shirt jedenfalls wohler als in den meisten anderen Sachen. Kleidung kann also zum Wohlbefinden beitragen, finde ich. “
    Ja, dem kann ich mich anschließen. Und genau das ist wohl auch der Punkt, warum wir so oft auf bestimmte Kleidungsstücke zurück greifen – meist trägt man doch das, was vertraut und unkompliziert ist. Schade, gerade weil ich mich gerne in Oberteile aus Seide und hauchfeine Pullis aus reinem Merinogarn verliebe, die nach dem Kauf im Kleiderschrank verschwinden und nur selten wieder gesehen werden – sind sie doch nicht so alltagstauglich oder benötigen einfach mehr Überlegungen als eine der bewährten Kombis. Und trotzdem ist mein Wohlgefühl, wenn ich eines dieser Stücke trage, ungleich höher – weil ich mich in dem Moment selbst so wertvoll fühle, dass ich es wert bin, von solch edlen Materialien umschmeichelt zu werden. Das hebt mein Selbstbewusstsein, und das Gefühl der inneren Wertschätzung strahlt natürlich nach außen. Und genau dazu ist Kleidung neben dem praktischen Aspekt da – um Inneres sichtbar zu machen.

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