Nur eine Rose als Stütze…

…heißt ein Gedichtband von Hilde Domin, den mir eine Freundin mal geschenkt hat – sogar mit persönlicher Widmung der Autorin. Es ist ewig her, seit ich da ‚reingeschaut habe, aber nach der Lektüre des „Gedenktag der Woche“ auf erf.de habe ich richtig Lust bekommen, das Büchlein mal wieder in die Hand zu nehmen.

Nach dem Tod ihrer Mutter beginnt Hilde Domin im Alter von 42 Jahren im Exil in Santo Domingo zu schreiben:

„Wie ich, Hilde Domin, die Augen öffnete, die verweinten,
in jenem Haus am Rande der Welt,
wo der Pfeffer wächst und der Zucker und die Mangobäume
aber die Rose nur schwer, und Äpfel, Weizen, Birken gar nicht,
ich – verwaist und vertrieben,
da stand ich und ging heim, in das Wort, von wo ich unvertreibbar bin.“

Schreiben als eine Art Therapie also. Gefällt mir sehr gut, der Gedanke! Und die Formulierung, dass man im Wort unvertreibbar ist, haut mich um…

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