Klaus Kinski: Jesus Christus Erlöser

Hat jemand den Film zufällig mal gesehen?

kinski„Am 20. November 1971 möchte Klaus Kinski die „erregendste Geschichte der Menschheit“ erzählen – das Leben von Jesus Christus. Doch er kommt nicht dazu. Das Bühnenprogramm des skandalumwitterten Schauspielers wird durch Zwischenrufe unterbrochen – von einem Publikum, das sich keine Predigt anhören, sondern diskutieren will.

JESUS CHRISTUS ERLÖSER von Peter Geyer zeigt einen tumultartigen Abend gegenseitiger Beschimpfungen, das Ringen eines Schauspielers um seinen Text, ein Theater- Happening in einer autoritätskritischen Zeit und das grandiose Scheitern einer literarischen Weltverbesserungsmaßnahme.

Geyer vermittelt mithilfe aller verfügbaren Bild- und Tondokumente des Abends erstmals einen hautnahen Eindruck der Live-Situation und schafft damit das außergewöhnliche Zeugnis einer Zeit und eines Ausnahmekünstlers.“ (www.kinski.de)

Der Ausschnitt, den ich bei youtube gesehen habe, ist ja eher erschreckend – aber ich schätze mal, bei Kinski musste man immer mit allem rechnen…

7 Gedanken zu „Klaus Kinski: Jesus Christus Erlöser“

  1. Ahaaaaa! Gute Nachfrage! Ich bin bislang immer davon ausgegangen, daß es den Film schon längst als DVD gibt, ist ja offensichtlich auch auf einigen kleineren Filmfestivals gelaufen – aber Amazon und Co. haben tatsächlich nichts im Programm. Hast Du eine Idee, wie man da drankommen könnte?

  2. Hallo Ilona,
    die „Jesus-Darstellung“ von Klaus Kinski ist ohne Frage weit über´s Ziel hinausgeschossen, trotzdem habe ich immer schon gut gefunden, daß er zumindest mit dem Bild des niedlichen Jesulein aufräumt, „dem man auf beide Backen hauen konnte“ und hinter dem sich viele verstecken wollen, denen der Mut fehlt, auch mal Tacheles zu reden. Jesus hat sicher nicht aggressiv und gewalttätig agiert, wie Klaus Kinski hier irrtümlich vermitteln möchte, aber Er hat es sich trotzdem nicht nehmen lassen, den Pharisäern die Meinung zu geigen, die Er mit „Nattern und Schlangenbrut“ (Mat 23,33)betitelte und auch mal mit Nachdruck durchzugreifen wie bei Seiner Tempelaktion! (Joh 2,13-17) Ich möchte nicht wissen, wieviele heute versuchen würden, Jesus zu „mäßigen“, wenn Er diese Aktion (incognito) wiederholen würde? Jesus war sicher sanftmütig und geduldig, aber Er konnte auch mal ausrasten (wenn es von Nöten war).
    So überzogen Kinski „als Jesus“ in der einen Richtung auch sein mag, so sehr sind es die, die Ihn „verweichlichen“ wollen, auf der anderen aber auch.
    LG Angela

  3. Der Film lief letztes Jahr in mehreren Kinos. Ich kenne aber die Tonaufnahmen (Audiobook) und habe Ihn nicht gesehen. Die Ausschnitte haben gereicht, um sich ein Bild zu machen. Das Interessante war gar nicht die Jesus-Darstellung (die ich von Kinski auch so erwartet hätte, was aber nicht heißt das es schlecht ist.), sondern die Diskussionen des Publikums der Zeit. Manche fangen auch an Ihn mit Jesus zu verwechseln. Es ist zum Brüllen komisch.

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