"True Colours" von Cyndi Lauper

Ein nettes Beispiel aus der Reihe: „Schöne Balladen der 80er“. Und was die Haare von Frau Lauper angeht – das trug man damals halt so… 😉

Der Text – wie auch immer Cyndi Lauper selbst ihn gemeint haben mag – könnte fast ein Text von Gott an uns sein, finde ich. So nach dem Motto: Ich sehe Dein wahres Potential, wer Du wirklich bist, und so weiter.

8 Gedanken zu „"True Colours" von Cyndi Lauper“

  1. Ich bin der Meinung, dass in allem (was wir lesen, sehen, hören) so eine ultimative Bedeutung steckt. Diese ist nur nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Aber dennoch schreit es förmlich danach, wie auch z.B. in dem Lied „Bridge over troubled water“…

  2. Ich habe hier nur einige Beispiele. Das liegt daran, dass ich eigentlich ein totaler Amateur auf diesem Gebiet bin. Und außerdem erschließt sich mir in den Liedern nicht immer die primäre Bedeutung der Songtexte.

    Aber hier kommen ein paar Beispiele, die nicht problematisch, sondern im Gegenteil sehr eindeutig sind:
    – Foreigner: Cold as Ice
    Dieses Lied beschreibt Gottes Urteil über uns, die Ihm nicht vertraut haben
    (Hierzu gehören auch viele andere Lieder aus der HeavyMetal-Ecke.)

    – Elvis Presley: In the Ghetto
    Hier geht es um unser Schicksal, dass wir als sündige Menschen geboren sind und wohin das führt, bis am Ende „another little boy“ (= Jesus) zur Welt kommt

    – Uriah Heep: Easy livin‘
    der Text ist ebenso einfach wie theologisch fundamental

    – Peter Gabriel: Solsbury Hill
    beschreibt die Lebendigmachung eines Menschen und berichtet von den Schwierigkeiten, die danach im spirituellen Leben auftreten

    – Paul Simon: Mother and Child Reunion
    erklärt die Wichtigkeit und Hoffnung, die im Karfreitag liegt. „Mother“ ist Jesus, der sein Leben gibt und „child“ sind wir, die mit ihm „reunion“ haben.

    – Kate Bush: Baboohska
    erzählt darüber, wie sich Jesus (alias Babooshka) einem Menschen offenbart. Man stellt fest, dass sich eigentlich Babooshka nicht eigentlich offenbart, sondern dass dem Ehemann „nur“ die Augen aufgehen.

    Allgemein gesagt:
    In allem steckt irgendwie die Wahrheit Gottes. Sie wird verhüllt durch denjenigen, der sein Reich zwischen Himmel und Erde aufgebaut hat. Unsere Pflicht als Christen ist es, diese Verhüllungen, die sich uns Menschen entgegenstellen, wieder aufzudecken, damit Gottes Herrlichkeit wieder erstrahlen und uns berühren kann. Nach dem Motto: „Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.“ (2. Kor. 10,5)

    Was hältst du von den Interpretationen?
    Welche Lieder hast du schon entschlüsselt?

  3. Krass – vielen Dank für die vielen Beispiele! Da muss ich erst mal drüber nachdenken… Ist aber ’ne sehr spannende Angelegenheit!

  4. Selbstverständlich sind die Songtexte generell auch auf anderen Niveaus interpretierbar. Aber mir ging es um das, was auch du entdeckt hast, nämlich um eine theologische Interpretation.

    Und diese Art von Interpretation muss, wenn Gott existiert, immer möglich sein. Jesus spricht von sich als dem Hirten. Wir sind die Schafe, die seine Stimme hören. Schafhirten sind nur denkbar, weil es einen echten Hirten, nämlich Jesus, gibt. Schafhirte und echter Hirte (Jesus) stehen miteinander in einer ähnlichen Verbindung wie „Hell’s bells“ von AC/DC und die wahre Kirche.

  5. Was ich mich allerdings immer frage – und Dich damit jetzt auch:

    Was macht man denn dann mit dieser „Erkenntnis“? Oder anders gesagt: Was hat man eigentlich genau davon zu wissen, dass Gottes Wahrheit an allen möglichen Ecken auftauchen kann – eben auch in Songtexten? Wie kann man das weiterführen, anwenden, etc.?

  6. Entschuldige bitte die sehr späte Antwort! Ich habe einige Tage nicht auf diese Seite geguckt.

    Zuerst einmal bekomme ich vielleicht eine vage Vorstellung davon, wie groß Gott wirklich ist, wenn er selbst in den gottlosesten Liedern, in den gottlosesten Geschichten dennoch (in irgendeiner Weise „versteckt“ oder verhüllt) „mit von der Partie“ ist. Ihm bleibt also tatsächlich gar nichts verborgen! Diese Erkenntnis macht mich richtig sprachlos! Wow, kann ich da nur sagen. Nirgendwo hört Sein Reich auf!

    Zweitens gibt es mir eine gewisse Sicherheit. Gottes Welt umgibt mich selbst in solchen „Unwichtigkeiten“ wie in einem Songtext. Ich kann mir sicher sein, dass Er allgegenwärtig ist, wie Er es uns mitgeteilt hat. Ich fühle mich trotz nicht (immer) erfüllter Gebete in Sicherheit. Ich weiß, Er ist da und Er hört mich. Und das führt mich zum dritten Punkt:

    Und die dritte Sache ist eine „pastorale“ Sache. Weil Gott allgegenwärtig ist, lässt sich auch alles mit Hilfe der Erkenntnis Gottes entschlüsseln. Wirklich alles! Pfarrer und Pastoren können im Kino die Geschichte Gottes wieder und wieder sehen. Sie können diese „alte“ Geschichte z.B. den im Glauben Heranwachsenden nahebringen, indem sie erzählen wie Gott wie der Agent 007, wie der „rain man“ etc. die Welt verändern. (Allerdings darf man dann nicht den falschen Schluss daraus ziehen, und meinen, Gott verhalte sich so wie ein Star auf der Leinwand. Nein, es ist umgekehrt: Der Star im Film, der Retter etc. hat etwas von dem, der uns in Wirklichkeit gerettet hat!). Ich sehe es als eine Aufgabe des Pfarrers, Glaubensangelegenheiten aus dem Trockenen, aus dem Theoretischen in die Praxis, in den Alltag zu überführen. Die biblische Wahrheit bezieht sich auch auf das Jetzt und Heute, nicht nur auf das Leben wie z.B. das der Korinther usw. Gott kann genauso gut durch ein altes Lied von Cyndi Lauper heute zu mir sprechen. Und als ich deinen Kommentar las, war ich fasziniert und gleichzeitig fühlte ich mich bestätigt: Gott ist da!

    Und bekam eine Gänsehaut.

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