Vorgefühl. Rilke.

Was man aus einem Gedicht (bzw. der englischen Übersetzung) von Rainer Maria Rilke für eine Bibel-Arbeit zum Thema „Fastenzeit“ ‚rausholen kann, hab‘ ich neulich im Magazin „Sojourners“ entdeckt. Hier aber erst mal die Originalfassung des Gedichtes:

Vorgefühl

Ich bin wie eine Fahne von Fernen umgeben.
Ich ahne die Winde, die kommen, und muss sie leben,
während die Dinge unten sich noch nicht rühren:
die Türen schließen noch sanft, und in den Kaminen ist Stille;
die Fenster zittern noch nicht, und der Staub ist noch schwer.

Da weiß ich die Stürme schon und bin erregt wie das Meer.
Und breite mich aus und falle in mich hinein
und werfe mich ab und bin ganz allein
in dem großen Sturm.

Und hier der Ausriss aus dem Magazin – Vorsicht, ist groß! 😉rilke_lent

Ein Gedanke zu „Vorgefühl. Rilke.“

  1. wunderschön 🙂 ich wusste gar nicht, dass rilke soooo spirituell sein konnte. aber es gefällt mir. ich mag die fastenzeit. da merkt man erstmal richtig, dass es zwar schwer ist zu fasten, aber dass man das, worauf man fastet, gar nicht wirklich braucht. das tut gut, man befreit sich.
    und man freut sich, wenn man dann doch wieder „darf“ 😉

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