Nur eine billige Kopie…?

„Ich frage mich, wofür wir Christen in der Welt außerhalb unserer Gemeinden bekannt sind. Sind wir bekannt als Kritiker, Konsumenten, Nachahmer, Verächter von Kultur? Ich fürchte, ja. Warum sind wir nicht dafür bekannt, Kultivierer zu sein – Menschen, die das Beste an der menschlichen Kultur hegen und pflegen, die sich der schweren und arbeitsintensiven Aufgabe widmen, das Beste von dem zu bewahren, was die Menschen vor uns geschaffen haben? Warum sind wir nicht dafür bekannt, Schöpfer zu sein – Menschen, die das denken und tun, was noch nie zuvor gedacht und getan worden ist, etwas, das die Welt einladender und aufregender und schöner macht?“ (Andy Crouch: „Culture Making“ (S. 97f); Übersetzung: Ilona Mahel)

Und hier noch das Original: „I wonder what we Christians are known for in the world outside our churches. Are we known as critics, consumers, copiers, condemners of culture? I’m afraid so. Why aren’t we known as cultivators – people who tend and nourish what is best in human culture, who do the hard and painstaking work to preserve the best of what people before us have done? Why aren’t we known as creators – people who dare to think and do something that has never been thought or done before, something that makes the world more welcoming and thrilling and beautiful?“

Das ist mehr als „Why should the devil have all the good music?“, finde ich. Denn das heißt ja oft auch „nur“, dass man das, was es schon gibt, kopiert bzw. mit eigenen Inhalten füllt. Andererseits – das machen kreative Leute doch irgendwie immer, oder? Es kann ja niemand behaupten, völlig losgelöst von Zeit, Raum und Umfeld Dinge zu (er)schaffen. Und trotzdem: Warum sind Christen nicht viel innovativer und kreativer – wo wir doch behaupten, den Schöpfer der Welt zu kennen?

Ein Gedanke zu „Nur eine billige Kopie…?“

  1. Wenn man als Christ kreativ sein sollte und im öffentlichen Raum was zum Guten bewegen kann und soll geht mir schon jahrelang durch den Kopf.
    Die Kultur von Nichtchristen kennen wir. Eigene Sachen zu entwerfen und dann auch „auf die Bühne“ zu bringen ist nicht ganz einfach. Wer sieht sich sowas an, liest und hört es. Es muß doch letztendlich immer zur Ehre des Herrn geschehen. Die Welt hat aber andere Dinge im Kopf.

    Genau wie Kultur sollte auch Politik und Wirtschaft Betätigungsfeld sein. Da herrscht aber immer der Endzeit- Gedanke vor: „Die Welt ist böse und geht sowieso unter“, heist es dann immer.
    Es muß aber auch entschiedene Christen unter den Politikern und auch bei den Unternehmern geben, die auch in diesen Bereichen Glauben vorleben. Die einzige Bibel die die Leute lesen ist das Leben der Frommen. Deswegen müssen w i r überall an jeder Ecke stehen und zur „Hochzeit des Lammes“ einladen.
    AGE

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