U2 im Gottesdienst

u2.jpgSchon vor längerer Zeit las ich einen Artikel darüber, dass eine Kirchengemeinde in England einen Gottesdienst mit der Musik von U2 gestaltet hat.

Wie finde ich denn das? Eigentlich total klasse – die Musik von U2 begleitet mich schließlich schon seit über 20 Jahren. Aber irgendwie auch komisch – U2 im Gottesdienst?! Macht sowas hierzulande auch jemand?

3 Gedanken zu „U2 im Gottesdienst“

  1. Hallo Ilona, hallo Leser,
    die Frage des Gottesbezugs – und mehr noch die Frage nach Jesus und der Gotteskindschaft – taucht immer wieder in zwitgenössischer populärer Musik auf. Einige Musiker verwenden christliche oder gottesfürchtige Motive, weil es zu ihrem eigenen Leben selbst verständlich dazu gehört und sich auch in der Musik niederschlägt. Dadurch werden oft im positiven Sinn Werte vermittelt oder es wird ein Beispiel gegeben. Das schöne daran ist für mich die Selbstverständlichkeit mit der das geschieht. (U2, Chris de Burgh, Barclay James Harvest, Phil Collins, u.a.)
    Andere Musiker wollen bewußt den Hörer auf Gott und Jesus und auch auf die Konsequenzen für das eigene Leben (das des Hörers) hinweisen. Hier wird der Glaube schon deutlicher beschrieben oder gar der Hörer aufgefordert, sich damit auseinanderzusetzen. (sog. christliche Liedermacher und Gruppen tun dies, aber auch Leute wie Xavier Naidoo.)
    Eine Diskussion, wie gut oder schlecht all diese Musiker dies tun, ist hinfällig. Aber für uns – ja für mich und für Dich – ist es eine Gelegenheit, mit anderen Menschen, die diese Musik hören, über die Inhalte ins Gespräch zu kommen. Habt Ihr schon mal im Hauskreis die wunderbare Vielfalt von Musik mit solchen Inhalten betrachtet? Wenn nicht, dann wäre dies mal eine Möglichkeit der Horizonterweiterung – und vielleicht ein neuer Einstieg in ein Verständnis zeitgenössischer Musik, die außer Rhythmus und Sound auch noch wertvolle Inhalte hat, egal ob es sich um „Hymn“, „A spaceman came travelling“ oder „Dein Leben“ handelt.

    Ich wünsche allen Hörern ein neues Hören auf wertvolle Musik.

    Michael

  2. Hallo Ilona,

    das Thema in diesem Blog ist wirklich gut – genau diese Frage beschäftigt mich auch schon eine ganze Weile. Ich finde es wirklich schade, dass manche Leute sich der Vielfalt in der Musik berauben, weil sie diese in „säkular“ und „christlich“ einteilen und nur das eine hören und akzeptieren (so wie es oft auch mit der sogenannten E- und U-Musik läuft). In unsrer Kirchengemeinde gibt es eine ziemlich gute musikalische Arbeit. Unsere Gottesdienst-Band streut auch immer mal wieder einige „weltliche“ Popsongs mit Glaubensinhalt in den Gottesdiensten ein und das wird von den Besuchern gut angenommen – auch von der Generation, die nicht mehr im Teenager-Alter ist. Musik, die mir schon immer gut gefallen hat: Songs von Stevie Wonder, „Let it be“ von den Beatles ist ein weiteres Beispiel. Auch in einigen französischen Chansons z. B. von Edith Piaf und Charles Aznavour, die ich gerne höre, kommt Gott immer wieder mal vor.

    Viele Grüße und ich freue mich auf weitere interessante Artikel und Beiträge.

    Étienette

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