Seid bereit für Übernatürliches!

Natürlich werde ich hellhörig, wenn mir mein Radio plötzlich “Jesus didn’t die for you” zusingt. Kein Wunder also, dass ich mir den Text von Robbie Williams’ “Bodies”  gleich genauer angesehen habe, als es kürzlich erstmalig im Radio lief.

Was der Mann da genau singt, liest man z.B. hier. (Sorry, wenn ich den Text jetzt nicht übersetze!) Anhören kann man “Bodies” hier.

Die Anspielungen auf Gott bzw. Jesus und verschiedene christliche Themen sind unüberhörbar. Auf WDR2 hab’ ich neulich folgendes Statement von Williams über “Bodies” gehört: ”Seid bereit dafür, dass etwas Übernatürliches passiert, wenn dieser Song läuft.” (wdr2.de) Was genau er damit meint und was der Text Robbie Williams bedeutet, darüber könnte ich nur spekulieren – also versuche ich’s erst gar nicht. Aber ein paar Gedanken dazu hab’ ich schon – selbst oder anderswo aufgesammelt:

  • Peter zum Beispiel schreibt, dass Robbie Williams “in Bodies – zynisch, wie könnte es anders sein – den (allzu leicht dahin gesagten?) frommen Worthülsen vom stellvertretenden Tod Jesu die Beziehung zum eigenen Spiegelbild als Grundlage seiner Lebensphilosophie entgegensetzt.”
  • Was bei mir – so ohrwurmtechnisch – von dem Lied hängenbleibt, ist wie gesagt vor allem die Zeile “Jesus didn’t die for you”. Manche Menschen bringt das zu der Ansicht, hier sei die Gegenseite im Spiel – denn die freut sich am meisten darüber, wenn die Wahrheit verfälscht bzw. geleugnet wird.
  • Man kann das Ganze auch eher als Anspielung auf die verkommene (?) Gesellschaft verstehen: Alles, worum es Menschen heutzutage geht, ist (nackt) gut auszusehen (“All we’ve ever wanted is to look good naked”). Und zu beten lohnt sich nur, wenn es um das eigene Aussehen, das Streben nach Perfektion und unsere Angst vor Ablehnung geht.
  • Vielleicht soll der Text auch aussagen, dass diese ganze Popstar-Lebensweise immer bizarrer und auf Dauer unerträglich ist – warum sonst sollte man für die Entrückung beten? (“Praying for the rapture, ’cause it’s stranger getting stranger”)
  • Kann auch sein, Williams fragt Christen, warum sie an Jesus und seine Auferstehung glauben. (“Jesus didn’t die for you – what are you on?”)
  • Könnte der Song auch von Williams’ eigener spirituellen Reise erzählen? Anspielungen auf Jesus / Gott gibt’s bei ihm ja schon länger und immer wieder. Zum Beispiel in “Better man” aus dem Jahr 2001: “As my soul heals the shame, I will grow through this pain.  Lord, I’m doing all I can to be a better man.” Und nicht zuletzt auch das hier: “Take that!

Musikalisch mag ich den Song übrigens – über den Text muss ich echt noch mal nachdenken…

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2 Kommentare

  1. Erstellt am 31. Oktober 2009 um 12:48 | Permanent-Link

    Gestern äußerte er sich im Tagesspiegel nochmal zum Text: http://www.tagesspiegel.de/kultur/pop/Robbie-Williams;art971,2936316

  2. Erstellt am 24. November 2009 um 15:07 | Permanent-Link

    Interessant…

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