Mr. Bell und meine Lieblingsband

“Ich erinnere mich daran, als ich das erste Mal tiefe Ehrfurcht vor Gott empfand. Ich war zum ersten Mal im Leben gefangen von etwas, das so gewaltig und liebevoll war, so transzendent und so… wahr. Etwas, von dem ich sicher war, dass es vertrauenswürdig war. Speziell erinnere ich mich, dass ich dachte, das Universum sei sicher, trotz all der schrecklichen tragischen Ereignisse auf der Welt. Ich erinnere mich, dass ich von dem Wort wahr überwältigt war. Unter dieser Überschrift ist das ganze Leben irgendwie… gut… und ich war sechzehn und bei einem U2-Konzert. Die Joshua-Tree-Tournee. Als sie mit dem Lied “Where the streets have no name” anfingen, dachte ich, ich müsste vor Glück auf der Stelle zerspringen. Das war echt. Darum ging es. Was immer es war, ich wollte mehr davon. So etwas hatte ich noch nie zuvor empfunden.” (Rob Bell: Jesus unplugged. (Seite 67))

Ich weiß: Auf Dauer könnte es nerven, wenn ich immer wieder von U2 anfange… ;-) Aber dieses Mal ist Rob Bell dafür verantwortlich! Auf das o.g. Zitat bin ich eher durch Zufall gestoßen, als ich in “Jesus unplugged” blätterte. Mich fasziniert, was er schreibt, weil es genau das beschreibt, was ich manchmal empfinde – bei “Where the streets have no name” ganz sicher, aber auch – wenn auch in abgeschwächter Form – z.B. wenn ich am Meer bin. Oder wenn ich ein besonders gelungenes Stück Literatur lese. Wenn mich ein Film fasziniert. Oder manchmal sogar, wenn ich meine (meist etwas griesgrämige) Katze Prima beobachte… ;-)

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Ein Trackback

  1. [...] Worum es in dem Lied ging, wusste ich damals nicht und ist mir auch heute nicht klar. Und auch nicht wichtig. Mir geht es auch nicht darum, ob das Lied musikalisch hochwertig oder anspruchsvoll ist. Sowas kann ohnehin jeder für sich selbst am besten entscheiden. Was ich aber weiß: Wenn das Lied im Radio kommt – so wie gerade eben – ist ein Teil von mir ziemlich schnell wieder 10 – mit den gleichen Sehnsüchten, Hoffnungen und Träumen, die ich damals so hatte. Musik kann so viel auslösen – im Positiven wie im Negativen. Und das geht oft tiefer oder reicht weiter als ein manchmal eher oberflächliches “Hach ja, damals war ich in den und den verknallt”. Siehe auch: Mr. Bell und meine Lieblingsband. [...]

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    Ilona Mahel. * 1976 (Kevelaer). Wissenschaftliche Mitarbeiterin & Online-Redakteurin. Freiberufliche Übersetzerin. Mag Musik (aktiv & passiv), Sprachen & Dialekte, frische Luft, Kino, Nordsee (Meer, nicht Restaurant ;-) ), Rotwein, Fußball, Katzen, Schreiben & Lesen und noch viel, viel mehr... ;-)

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