Fundstückchen: Herausforderung für die Kirche

Also in etwa: Die schwierigste oder größte Herausforderung für die Kirche besteht darin, sich mit der Welt außerhalb ihrer Pforten einzulassen. (Quelle: The Gospel & Culture Project)
Stimmt das? Oder stimmt das nicht? Soziales Engagement ist ja im Lauf der Geschichte oft von “der Kirche” ausgegangen. Andererseits: Was Kultur angeht, sieht es schon eher mau aus… Oder?

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4 Kommentare

  1. Étienette
    Erstellt am 5. Juni 2008 um 22:14 | Permanent-Link

    Die Kirchengemeinden (egal welcher Denomination oder Konfession) könnten auf diesem Gebiet sicher noch mehr tun. Kulturelles Engagement bringt immer auch gute Anknüpfungspunkte für Gespräche mit Leuten mit sich, die eher “kirchenfern” sind – und eine Bereicherung und neue kreative Ideen für “kirchen-interne”. Einige Kontakte mit Leuten in unserm Ort, die vorher Glauben und Kirche nicht so eng verbunden waren, sind (z. B.) durch gemeinsames Musizieren zustande gekommen.

  2. andy55
    Erstellt am 6. Juni 2008 um 11:15 | Permanent-Link

    das zitat finde ich gut und zutreffend. die ängste bestanden vielleicht darin, sich “der welt” nicht anzupassen, nicht mit den herausforderungen, die dann auf die christen zukommen fertig zu werden.
    es ist ja immer einfacher, sich abzuschotten, als mit heruasfordernden problemen gut umzugehen…
    inzwischen gibt es viele kirchen/gemeinden, die nach dem grundsatz leben: im inhalt klar (gottesbezug, heil…), aber in den formen sehr flexibel.
    wir hatten kürzlich einen tollen männerchor in unseren gemeinderäumen – ein guter event, der auch von der presse aufgenommen wurde. solche dinge wünschte ich mir mehr für die zukunft.

  3. Ilona
    Erstellt am 10. Juni 2008 um 11:16 | Permanent-Link

    Genau – ich finde auch, dass kulturelle “Events” schon mal ein sehr guter Anfang sind! So kommt “die Kirche” hoffentlich auch mal von dem Image weg, weltfremd / kulturfeindlich zu sein.

    Was ich mich aber auch frage: Was ist mit Kunst, die erst mal einfach nur Kunst ist – also nicht dazu dient, Leute in eine Gemeinde zu locken (wenn ich das mal so sagen darf…) oder eine evangelistische Botschaft hat? Einfach ein Lied, das genial komponiert oder ein Bild, das gekonnt gemalt wurde? Sehen wir Christen das auch als Kunst, als Ausdruck der Kreativität Gottes an, von der wir Menschen ja auch etwas in uns haben?

  4. Étienette
    Erstellt am 10. Juni 2008 um 21:24 | Permanent-Link

    Da stimme ich zu, Ilona. Kunst ausschließlich zu nutzen, Leute in die Gemeinden zu integrieren, wäre definitiv zu einseitig. Wenn ich geniale Musik höre, zum Beispiel die 9. Symphonie von Beethoven, macht es einfach Freude und ist für mich ein Grund zur Dankbarkeit, wozu Gott Menschen in der Kunst befähigt und inspiriert. Kreativität sollte m. E. keinesfalls nur “zweckgebunden” sein.

    Aber es muss ja gar nicht unbedingt eine Symphonie oder großes Konzert sein, oft kann schon eine kleine Melodie oder Text hängenbleiben und nachklingen.

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    Ilona Mahel. * 1976 (Kevelaer). Wissenschaftliche Mitarbeiterin & Online-Redakteurin. Freiberufliche Übersetzerin. Mag Musik (aktiv & passiv), Sprachen & Dialekte, frische Luft, Kino, Nordsee (Meer, nicht Restaurant ;-) ), Rotwein, Fußball, Katzen, Schreiben & Lesen und noch viel, viel mehr... ;-)

    "How can we sing the Lord's song in a strange land?"
    (Psalm 137, 4)

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