FROH! Ernte

Bin ein bisschen spät dran mit der Info (Release-Party war schon am 13. August), aber es soll dennoch nicht unerwähnt bleiben, dass es ein neues FROH!-Heft gibt. Thema diesmal: Ernte.

“Wer den Acker im Herbst nicht stürzt hat seine Ernte zur Hälfte gekürzt”, so will es eine alte Bauernweisheit. Was das heißt, wissen wir auch nicht so genau. Und da fängt es schon an, unser Heft. Denn wir sind keine Bauern, sondern Stadtmenschen. Dachten wir. Aber bei der Auseinandersetzung mit dem Thema wurde uns klar, dass wir uns in den letzten 200 Jahren, auf dem Weg von der Agrargesellschaft ins Informationszeitalter, so weit gar nicht bewegt haben. Je weiter wir gegraben haben desto mehr zeigte sich, dass wir tiefe Wurzeln geschlagen haben. (www.frohmagazin.de)

Besonders gespannt bin ich auf das Interview mit Ali Mitgutsch – seine Wimmelbilderbücher kennt so ziemlich jeder aus dem Kindergarten. (Hey, so eins könnte ich meinem Sohn doch dann auch irgendwann kaufen! ;-) )

Veröffentlicht in Literatur | Getagged , | Kommentieren

U2 in Frankfurt: “Love shines on…”

Gestern war’s mal wieder so weit: U2 live – diesmal in der Commerzbank Arena in Frankfurt. Ich fand den Sound dort leider nicht überragend, aber die Show an sich war (wie immer ;-) ) sehr beeindruckend. Und U2 sind halt nach wie vor die beste Band der Welt. So!

Hab’ bei youtube tatsächlich einen halbwegs passablen Mitschnitt von “I still haven’t found what I’m looking for” gefunden. Neu ist mir, dass Edge im Refrain eine zweite Stimme dazusingt – sehr schön! :-)

Ansonsten muss ich sagen, dass ich mich schon darüber wundere, wenn Leute so ein Konzert quasi fast ausschließlich durch ihr Handy betrachten. Der Typ neben mir hat andauernd mit seinem iPhone fotografiert und sich dann die ganze Zeit die Bilder angesehen, sie in Ordner sortiert und so weiter. Seine Freundin war auch ganz fasziniert und so haben die Beiden die meiste Zeit damit verbracht, auf den kleinen iPhone-Bildschirm zu kucken.

Ich denke dann immer: “Aber Ihr seid doch jetzt hier – genießt doch den Augenblick und das Konzert einfach so! Was nützen Euch nachher die paar Bilder, die noch nicht mal besonders toll werden, iPhone hin oder her?!” Hauptsache, man kann nachher zeigen, dass man da war, oder wie? Ick fasteh det nich…

Was mich aber wirklich fasziniert: Dass “die Jungs” auch nach so vielen Jahren offensichtlich immer noch einen Mordsspaß daran haben, zusammen Musik zu machen! Zwei neue Songs gab’s übrigens auch: “Return of the Stingray Guitar” – ein Instrumental-Stück, das sie als Opener gespielt haben. Hat mir nicht so doll gefallen. Was Bekanntes zum Anfang find ich immer mitreißender. Aber “Glastonbury” klang ziemlich cool! Bin dementsprechend gespannt, wann sie wieder ein neues Album zusammenpacken.

Kleiner Linktipp noch:

u2gigs.com bzw. deren youtube-Seite! Da kann man sich einigermaße brauchbare Videos von den Konzerten ansehen – hat also doch was Gutes, wenn Leute Mitschnitte machen! ;-) Wobei ich fast nicht glauben kann, dass das mit ‘nem Handy aufgenommen wurde…

Veröffentlicht in Musik | Getagged | 1 Kommentar

Wohlbehagen

Nina Hagens Version von “Personal Jesus” (im Original von Depeche Mode). Das Cover von Johnny Cash gefällt mir zwar sehr viel besser, aber Nina Hagens Gesang ist eh nicht so mein Ding. Aber seht und hört selbst:

Kürzlich kam auch ihr gleichnamiges Gospel-Album raus, über das sich die SZ (“Deutschlands echter Superstar“) ebenso lobend äußert wie über ihren Auftritt im Münchener Prinzregententheater letzte Woche: “Gott sei Punk“.

Veröffentlicht in Musik | 1 Kommentar

Funkstille

Falls es hier in nächster Zeit ruhiger bis sehr ruhig zugeht, liegt das an einem schnuckeligen jungen Mann… Mehr lesen »

Veröffentlicht in Allgemein | 10 Kommentare

Wie in einem Garten unter Gottes Schutz

Eben auf WDR2 gehört: Beitrag über Friedrich Wilhelm August Fröbel und die Gründung der ersten Kindergärten in Deutschland. Fröbels Ansatz:

“Wie in einem Garten unter Gottes Schutz … sollen hier die edelsten Gewächse, Menschen, Kinder als Keime und Glieder der Menschheit, in Übereinstimmung mit sich, mit Gott und der Natur erzogen … werden.”

Fröbel gehörte zu der Sorte Christen, für die christliche Frömmigkeit nicht nur aus strenger Pflichterfüllung, sondern (vor allem?) auch in der Zuwendung zu seinen Mitmenschen besteht.

Mehr davon!

Veröffentlicht in Außer der Reihe | Getagged , | Kommentieren

Satan auf der Bühne, gottgefällig zu Hause

Jetzt ist die Info auch bei der Hamburger MoPo angekommen: Alice Cooper bezeichnet sich als Christ. Unter dem Titel “Dank Gott bin ich seit 29 Jahren trocken” gab’s da kürzlich ein Interview mit dem sog. Schock-Rocker. Über seine Rolle auf der Bühne sagt er Folgendes:

In deinen Shows bist du der Böse, der Satan, und am Ende wirst du meistens geköpft. Warum?
Das muss so sein. Im Kino oder im Theater kommt der Bösewicht manchmal davon. Das darf in meiner Show nicht sein. Der Schurke muss geschnappt werden. Und deshalb komme ich auch danach ganz in Weiß auf die Bühne – quasi erlöst vom Bösen.

Außerdem:

Du gehst jeden Sonntag zur Kirche. Wie wichtig ist das für dich?
Wenn du ein Christ bist, ist es eine 1:1-Beziehung zwischen dir und Jesus. Man geht zur Kirche, weil da auch andere Gläubige sind. Aber in erster Linie geht es um dich und deinen Erlöser.

Was bedeutet das im täglichen Leben?
Dass ich gottgefällig lebe. Ich beschimpfe meine Frau nicht, ich trinke nicht und meine Kinder kamen nie in Berührung mit Drogen oder etwas anderem Illegalem. Aber es steht nirgendwo in der Bibel, dass ich kein Künstler sein darf. Gott will, dass wir unsere Talente auch nutzen.

Ob das seine Horrorshows “legitimiert”, weiß ich nicht. Aber es erklärt sie zumindest ein bisschen. Mehr dazu auch hier: “Alice Cooper: Alles nur Entertainment (?)

Veröffentlicht in Musik | Getagged | 1 Kommentar
  • Wer schreibt denn hier?

    Ilona Mahel. * 1976 (Kevelaer). Online-Redakteurin. Freiberufliche Übersetzerin. Mag Musik (aktiv & passiv), Sprachen & Dialekte, frische Luft, Kino, Nordsee (Meer, nicht Restaurant ;-) ), Rotwein, Fußball, Katzen, Schreiben & Lesen und noch viel, viel mehr... ;-)

    "How can we sing the Lord's song in a strange land?"
    (Psalm 137, 4)

    Was das alles soll...

    Wie können zum Beispiel Filme, Bücher, CDs & Co. dazu inspirieren, sich mit Gott auseinanderzusetzen? Wo ist die Schnittstelle zwischen Gott und Kultur / Gesellschaft? Kulturgut sucht Spuren von Gott in (vermeintlich) säkularer Kultur.

  • Schlagwörter

  • Archive

  • Meta